Mein erstes BarCamp – Warum eigentlich erst jetzt?

Irgendwann ist immer das erste Mal, aber in diesem Fall finde ich es ja schon fast ärgerlich, dass ich so lange nichts von der BarCamp-Kultur mitbekommen habe. Und nun war es endlich soweit – das Hamburger BarCamp 2014 war meine Premiere.

Wenn ich jemandem von meinen Plänen erzählt habe, kam eigentlich immer die Frage: „BarCamp – Was ist das denn?!“ Die meisten glaubten doch tatsächlich, dass es sich um eine Veranstaltung handeln würde, auf der es primär um den Konsum von Alkohol gehen würde und ich fürchte fast, dass es tatsächlich einige ernst damit meinten.

Bevor ich mir hier die Finger wund schreibe, hier mehr zur Geschichte von BarCamps und was das eigentlich ist. Und meine eigene Definition? Äußerst geselliges, informatives Treffen in Real Life mit Menschen aller Altersklassen, die vor allem eine große Affinität zum Thema Internet und allem, was dazu gehört haben und sich zu diversen Themen rund um selbiges und weit darüber hinaus austauschen, nach einer spontanen Agenda, die erst am Veranstaltungstag mit Inhalten gefüllt wird und nur durch eine Anfangs- und eine Ende-Zeit begrenzt ist. Somit definitiv auch eine Veranstaltung für mich.

Mangels übrig gebliebener Urlaubstage konnte ich leider nur am Samstag teilnehmen und musste den Freitag auslassen – sehr schade, denn so habe ich Powerpoint-Karaoke und Nerdblatt am Abend verpasst, mal abgesehen von vielen spannenden sog. Sessions am Tage. Also startete mein BarCamp Hamburg 2014 um 9 Uhr am Samstag. Eine der wichtigsten Regeln hatte ich bereits auf dem Hinweg beherzigt: Twitter was das Zeug hält. Lass die Welt wissen, dass Du auf einem BarCamp sein wirst und was dort passiert.

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Vor Ort bei Otto, einem der vielen unverzichtbaren Sponsoren (vielen, vielen Dank!), hieß es erst mal warten und den ersten Gesprächen lauschen. Um mich herum anscheinend nur erfahrene BarCamper. Es ging um eigene und die Sessions anderer und hörte sich schon alles sehr wichtig und vor allem technisch an. Oh je, doch nicht die richtige Veranstaltung. Egal. Augen zu und durch bzw. erst mal zum Frühstück. Hier kann man nur sagen: Wer das BarCamp Hamburg hungrig verlässt, dem ist nicht zu helfen. Punkt.

Lecker!IMG_4180IMG_4179

Und dann ging es endlich los: Session-Planung. Ruck-Zuck stand der Plan für den Tag und das nicht nur hier

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sondern auch extrem schnell online. Die Orga dieses Events war wirklich spitze – auch hier eine riesen Dankeschön. Und nun hieß es sich entscheiden und zügig den richtigen Raum ansteuern, denn bei einem BarCamp geht es Schlag auf Schlag. Da bleibt kaum Zeit für einen Kaffee oder die Pinkelpause. Es sei denn, man nimmt sie sich einfach und das ist sicherlich auch meine Haupterkenntnis. Weniger ist mehr, lieber eine Session auslassen und mal das eine oder andere Gespräch führen. Aber dies gilt fürs nächste Jahr – dieses Jahr einmal die volle Dröhnung, aber dafür nicht zu schwere Kost. Das hieß: Einführung in Sketch Notes – Notizen in Bildern, Ebooks, Besser Schreiben, Suizid und Weinverkostung. Und irgendwann auch noch das leckere Mittagsbuffet heimsuchen. Und natürlich immer wieder Twittern.

Diese Themenzusammenstellung mag seltsam klingen, aber sie war sehr informativ, spannend, unterhaltsam und nachhaltig – jedenfalls für mich – auch hier ein großes Dankeschön an diejenigen, die eine Session gehalten haben und zwar an alle. Natürlich können Themen in 30 Minuten plus 15 Minuten Diskussion zum Teil nur angerissen werden, aber genau das hat für mich die Veranstaltung spannend gemacht. Ich habe neue Anregungen erhalten und werde mich mit dem einen oder anderen Thema weiter beschäftigen.

Äußerst positiv fand ich, dass die ‚Neulinge“ gar nicht so sehr als solche auszumachen waren und somit der Austausch mit den Wiederholungstätern auch leicht fiel. Mein persönliches Fazit: Auf jeden Fall nochmal, dann aber beide Tage und wer weiß, vielleicht sogar mit einer eigenen Session – es macht einfach Spaß, sich in dieser offenen, freundlichen Atmosphäre mit anderen auszutauschen. Da möchte zumindest ich auf Dauer nicht nur einfach konsumieren. Absolut empfehlenswert.

Und wenn ich es bis nächstes Jahr nicht aushalte, muss ich mal schauen, was sich im Rest der Republik so findet, denn an BarCamps mangelt es definitiv nicht, wie man hier sehen kann.

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3 Kommentare zu “Mein erstes BarCamp – Warum eigentlich erst jetzt?

  1. Pingback: Barcamp Hamburg 2014: mein Twitter-Rückblick (#bchh14) | www.Sozialgeschnatter.de

  2. Pingback: “U Z M O – Huch – Ich kann zeichnen!” – Mein erster Sketchnotes-Kurs | Kultur in und um Hamburg

  3. Pingback: Auch eine Art Wellness – Bericht vom Barcamp Ruhr 2016 | Kultur in und um Hamburg

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